Wir, das sind Regina und Hubert Mittmannsgruber mit unseren Kindern Marion, Michael, Matthias und Opa Erich.

Der Hiasl-Hof, so unser alter Hausname, liegt auf 660m Seehöhe am N-Rand der Gemeinde St.Leonhard/Freistadt auf der Mühlviertler Alm. Wir bewirtschaften etwa 15ha Grünland und 21ha Wald im Vollerwerb. Dass wir wirklich von unserer Landwirtschaft leben können, verdanken wir unseren Ziegen.

Hubert hat die Landwirtschaft 1998 von seinen Eltern übernommen. Aus dem ursprünglichen Milchviehbetrieb haben wir einen Betrieb mit sehr spezieller Wirtschaftsweise gemacht.

Bereits 1996 kamen die ersten Schafe, der erste Border Collie 1997. Es folgten Jahre der Direktvermarktung von Lammfleisch, in dieser Zeit wurden auch unsere Kinder geboren. Nach den Karenzjahren stieg ich wieder in meinen Beruf als Lehrerin ein. Auf der Suche nach einer wirtschaftlicheren Art der Bewirtschaftung entschlossen wir uns, Ziegen anzuschaffen und mit der Produktion von Ziegenkäse zu beginnen. 2018 habe ich meinen Beruf als Lehrerin an den Nagel gehängt. Es ließ sich zeitlich einfach nicht mehr vereinbaren und obwohl ich gerne in die Schule gegangen bin, macht es mich froh, am eigenen Betrieb gemeinsam unseren Lebensunterhalt erwirtschaften zu können.

Mit den Ziegen kam auch die lang ersehnte Umstellung auf biologische Wirtschaftsweise (anerkannt seit 2009).

All das basiert auf unserer Freude, mit Lebewesen zu arbeiten und zu leben. Wir können auch keine Landwirtschaft mit nur einer Tierart betreiben. Wir müssen viele verschiedene Tiere und besonders solche, aussterbender Haustierrassen halten. Auch weil es uns wichtig ist, möglichst viele unserer Nahrungsmittel selber herzustellen. Unvergleichlich das Gefühl wenn am Mittagstisch alles aus eigener Produktion kommt! Es bedeutet viel Handarbeit und viel Zeit aber weil wir alle daran hängen, macht es uns glücklich und zufrieden.

Wir allein können die Welt nicht ändern. Lediglich durch unsere Lebensweise können wir einen kleinen Beitrag leisten. Jedoch auch wir leben, global gesehen, einen zu hohen Lebensstandard, der für uns alle zur Normalität geworden ist. Es ist zu befürchten, dass die raschen klimatischen  Veränderungen, die nun jedem bereits klar sein müssen, nicht aufzuhalten sind. Im Gegenteil, durch Bevölkerungswachstum und dem immer größeren Hunger nach mehr, fürchten wir, wird sich der Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur beschleunigen. Leider keine guten Aussichten für unsere Kinder und Kindeskinder. Um nicht immer daran erinnert zu werden, bleibt es bei diesen kurzen Worten zum Thema und darum sind auf dieser Seite so gut wie ausnahmslos nur schöne Seiten des Lebens zu sehen. Die es, so hoffen wir, trotz weitreichender Veränderungen immer wieder geben wird.