Bienen gibt es bei uns schon immer. Schon als die Varroamilbe noch nicht in Österreich angekommen war, wurde hier schon Honig gewonnen. Mehr als 60 Jahre lang machte das unser Opa, Erich. Jetzt haben wir übernommen und kümmern uns gemeinsam um die Bienen.
Unser Honig ist ebenfalls biozertifiziert, das freut uns sehr denn es ist nicht ganz einfach, dieses Prädikat zu erreichen. Es war wohl die schwierigste Aufgabe von allen Biozertifizierungen bei uns am Hof. Oft kommen uns skeptische Ansichten zu Bio-Honig unter. Etwa, woher wissen denn die Bienen, ob sie Bioflächen befliegen oder das ist eh alles nur ein Schmäh.
Es stimmt, dass man den Bienen nicht vorschreiben kann wo sie hinfliegen. In unserem Fall gibt es aber weit und breit nichts anderes, wir leben inmitten intakter Natur ohne Pestizide.


Das macht Bio-Honig aus:


Das Wachs ist auf Rückstände von Pestiziden untersucht. Unser altes Wachs hielt dieser Prüfung nicht stand. Weshalb wir alles Wachs und auch die Bienenbehausungen ausgetauscht haben. Dazu muss gesagt werden, dass zu Beginn der Varroamilbe in Österreich mit Giften gearbeitet wurde, die sehr beständig und fettlöslich sind und sich somit gut im Wachs halten. Obwohl wir hier schon seit gut 20 Jahren diese Gifte nicht mehr verwendet haben, waren sie noch immer über Grenzwert in unserem Wachs nachweisbar. Das hat uns zu dem großen Schritt, alles auszutauschen, veranlasst. Wir hätten sonst keine Zertifizierung bekommen.
Gefüttert wird Bio-Zucker aus Österreich oder der eigene Honig
Die Bienen bekommen „Freiraum“ um ihre wilden Waben zu bauen und können so ihre Bedürfnisse besser ausleben.
Den Königinnen werden die Flügel nicht gestutzt. Das wird im konventionellen Bereich gemacht, um zu verhindern, dass ein Schwarm mit der Königin davon fliegt. Wir tun das nicht. Wir passen auf, dass sie uns nicht davonfliegen und fangen Schwärme wieder ein und haben so dann auch ein neues Volk. Auch das Schwärmenkönnen ist für Bienen und ihr natürliches Verhalten wichtig.
Die Varroamilbe muss leider noch immer bekämpft werden. Das geschieht mit Oxal- und Ameisensäure, Stoffe, die auch in der Natur vorkommen.
Schlussendlich wird der gewonnene Honig in Edelstahlbehältern gelagert und kommt nie mit Plastik in Berührung. Die enthaltenen Säuren lösen mit der Zeit nämlich Bestandteile des Kunststoffs heraus, die dann im Honig sind. Edelstahl verhält sich neutral. Verpackt wird der Honig selbstverständlich in Gläsern und nicht in Plastikbechern.
Auch in den Bienenstöcken also den Wohnungen der Bienen werden nur Naturmaterialien verwendet.
Man sieht, es gehört mehr dazu als nur, wo die Bienen hinfliegen. Das soll auch jenen Imkern einmal gesagt werden, die von ihrem Honig behaupten, er sei so gut wie Bio.